
Kommunalpolitik in Naunhof
21.2.2026 Verwaltung am Limit
Die Situation in der Stadtverwaltung Naunhof spitzt sich weiter zu. Unbesetzte Stellen führen bereits jetzt zu einer erheblichen Überlastung der MitarbeiterInnen. Statt diese Lage zu entschärfen, forcieren Bürgerliste, AfD und Teile der CDU die Überlastung noch zusätzlich – mit einer Flut unsinniger, zeitraubender Anfragen und umfangreicher Forderungen nach Stellungnahmen, die offenkundig gar nicht einer Sachklärung, sondern der Provokation dienen.
Um anschließend „Nebensächlichkeiten“ wie verzögerte Protokolle lautstark zu kritisieren oder der Verwaltung direkt „Arbeitsverweigerung“ zu unterstellen, wird hier ganz bewusst Arbeitszeit gebunden, die an anderer Stelle dringend gebraucht würde. Dieses Vorgehen ist kein Zufall – es ist politisches Kalkül.
Hier wirft der Bürgermeisterwahlkampf seine düsteren Schatten voraus. Besonders deutlich zeigt sich das auch beim Thema „neue Turnhalle für die Grundschule“. Die sachlichen Gründe für eine Standortverlegung wurden von denselben Fraktionen bewusst negiert. Höhere Kosten und absehbare Bauverzögerungen werden billigend in Kauf genommen – um diese anschließend der Verwaltung und der Bürgermeisterin persönlich anzulasten.
Immer offenkundiger wird: an konstruktiver Stadtratsarbeit besteht offenbar kein Interesse. Stattdessen wird mit permanenten Attacken versucht, die Bürgermeisterin politisch zu beschädigen. Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt ist auf schäbige Weise längst eröffnet – und insbesondere wird der geplante Bürgerentscheid gegen regenerative Energien dafür instrumentalisiert.
Dabei ist allen klar: der Entscheid ist faktisch bedeutungslos. Die Stadt verfügt über keinerlei Flächen für
Windenergieanlagen und kann und wird daher auch nichts „verhindern“. Dennoch wird bewusst der Eindruck erweckt, hier gehe es um existentielle Entscheidungen. So werden Politikverdrossenheit und Misstrauen gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen und demokratischen Institutionen gezielt geschürt.
Gleichzeitig inszenieren sich dieselben Akteure als Retter des Naunhofer Waldbades – obwohl ein erheblicher Teil der Verantwortung für dessen heutigen, desolaten Zustand bei langjährigen Stadträten eben dieser Fraktionen liegt. Besonders widersprüchlich ist, dass ausgerechnet die engagierte und erfolgreiche Energiemanagerin der Stadt – die auch für die Waldbadsanierung wichtige Impulse gesetzt hat – aus ihrer Stelle geschasst wurde. Wohlwissend, dass die Aufgaben nun an Externe und deutlich teurer vergeben werden müssen – ohne entsprechende geplante Haushaltspositionen.
Besonders grotesk wirkt dabei die Rolle der CDU: Während es im Landkreis CDU-Mitglieder gibt, die eine Bürgerenergiegenossenschaft für erneuerbare Energien gegründet haben, bekämpfen Parteimitglieder in Naunhof dieselbe Idee mit einem Bürgerentscheid. Solche Widersprüche sprechen für sich.
Wir stehen für eine andere Form von Kommunalpolitik: sachlich, verantwortungsvoll und am Gemeinwohl orientiert. Verwaltung braucht Unterstützung statt Dauerbeschuss. Unsere Stadt verdient konstruktive Lösungen – keine parteipolitischen Manöver auf Kosten von Vertrauen, Finanzen und Zusammenhalt.
Den Bürgerentscheid lehnen wir ab. Die entsprechende Infokampagne zusammen mit den LINKEN, mit Flyern,
Aufklebern, Plakaten und Zaunbannern läuft. Danke an alle, die uns hier unterstützen!
19.1.2026 – Die kommunalpolitischen Debatten in Naunhof konzentrieren sich derzeit stark auf zentrale Zukunftsfragen unserer Stadt. Ein besonders wichtiges Projekt ist der geplante Bau einer neuen Turnhalle für die Grundschule. Leider zeigt sich erneut, dass einige Stadträtinnen und Stadträte neuen Argumenten und sachlichen Abwägungen nicht zugänglich sind. Es sind dieselben Akteure, die sich auch vehement für einen Bürgerentscheid gegen erneuerbare Energien einsetzen.
Diese destruktive Haltung setzt sich konsequent fort: Der verabschiedete Haushalt der Stadt Naunhof enthält aus unserer Sicht mehrere fundamentale Fehler und verpasst wichtige Chancen für eine nachhaltige Entwicklung.
Keine Überraschung ist daher, dass genau diese Stadträte auch die Nichtbesetzung einer dringend erforderlichen Stelle für die Brandverhütungsschau zu verantworten haben. Und das nach den bitteren Erfahrungen aus der Schweiz in Sachen fehlender Brandverhütung. Damit wird hier nicht nur Sicherheit aufs Spiel gesetzt, sondern auch die Handlungsfähigkeit der Verwaltung geschwächt.
Besonders schwer wiegt zudem, dass diese Stadträte – die zugleich Kreisräte sind – die Fortführung der Stelle einer Energiemanagerin verhindert haben, obwohl die bisherige Stelleninhaberin in allen Belangen überzeugende Arbeit geleistet hat.
Ebenso wurde die dringend notwendige Verbesserung der Hausmeistertätigkeiten an den städtischen Schulen
blockiert.
Es ist schwer nachvollziehbar, warum hier das Leitbild eines verantwortungsvollen Stadtrates mit Füßen getreten wird. Kommunalpolitik sollte sich am Wohl der Stadt, ihrer Kinder und ihrer Beschäftigten orientieren – nicht an ideologischen Blockaden.
Wir Grüne werden diese Entwicklungen weiterhin kritisch begleiten, Missstände benennen und uns konsequent für eine verantwortungsvolle, zukunftsorientierte Kommunalpolitik in Naunhof einsetzen.
Jens Redmann
Haushaltsberatungen in Naunhof – Zukunft gestalten statt Zukunft vertagen
17.11.2025 – Der Stadtrat berät derzeit intensiv über den Haushalt der Stadt Naunhof. Dabei zeigen sich sehr unterschiedliche Ansätze – doch eines wird schnell deutlich: Vielen Fraktionen fehlt der Blick nach vorn. Während dringend Zukunftsinvestitionen nötig wären, wird stattdessen vor allem an der Ausgabenschraube gedreht. Chancen, die Einnahmeseite zu stärken, werden ignoriert oder bewusst blockiert.
Ein Beispiel dafür ist die Windkraft. Anstatt die langfristigen, sicheren Erlöse für die Stadt mitzudenken – Einnahmen, die für Infrastruktur, Bildung, Vereine oder Klimaschutz dringend gebraucht werden – soll Naunhof nach dem Willen von Bürgerliste, CDU und AfD sogar ein städtisches Bürgerbegehren gegen Windkraft durchführen. Ein unsinniges, teures Manöver und ein Spiel mit den Emotionen der Bürgerinnen und Bürger, das jeder sachlichen Grundlage entbehrt.
Von dem lauthals in Berlin und Dresden behaupteten „Herbst der Reformen“ ist in Naunhof nichts zu spüren – was uns überhaupt nicht überrascht und so auch nicht enttäuscht. Fortschritt lässt sich nun einmal nicht erreichen, indem man sich jeder Veränderung verweigert und auf fossile Scheinlösungen und Instrumente von gestern setzt.

Am Ende dieses politisch aufgeladenen Herbstes hat Naunhof dennoch ein wichtiges Zeichen gesetzt: Der Volkstrauertag wurde – erstmals seit vielen Jahren – wieder würdevoll begangen, getragen von Stadtverwaltung, Kirche, Stadträten und Bürgerinnen und Bürgern. Dass AfD und andere Störer diesem Anlass fernblieben, war kein Verlust, sondern eine stille Bestätigung dafür, dass unsere Stadtgesellschaft Haltung zeigen kann.
Gerade in Zeiten, in denen Populisten versuchen, unsere Demokratie zu spalten, ist ein solches gemeinsames Auftreten ein starkes Signal: Naunhof steht für Verantwortung, Respekt und Zusammenhalt.
Wir Grüne bleiben dran – klar und entschlossen: für eine zukunftsfähige Haushalts- und Energiepolitik und für ein Naunhof, das Zukunft gestaltet und Zusammenhalt lebt.
Jens Redmann
Stadtrat, B90/GRÜNE
Gespaltene Gesellschaft – Rückenwind für Aufklärung und Klimaschutz
14.10.2025 – Das Thema Windkraft polarisiert weiter und zeigt auch in Naunhof eine gespaltene Stadtgesellschaft. Leider wird deutlich, dass viele Unterstützer der sogenannten „Gegenschwindler“ kaum wissen, warum sie gegen Windkraft sind – aber sehr wohl den Wunsch haben, es „denen da oben“ in Berlin, Dresden oder der Stadtverwaltung einmal zu zeigen. Konstruktive Diskussionen sind in diesem Klima oft schwierig.
Gerade deshalb wollen wir Grünen aus Naunhof jetzt auch gemeinsam mit den LINKEN dieses wichtige Zukunftsthema nicht den Rattenfängern der AfD und deren Anhängern überlassen – zu denen inzwischen leider auch im Stadtrat von Naunhof die CDU und die Bürgerliste Naunhof ganz offen zählen – in Persona, der hinlänglich bekannte Stadt- und Kreisrat, Uwe Herrmann.
Wir werden in gemeinsamen Aktionen sachlich informieren, Zusammenhänge erklären und aufdecken, wo gezielt Desinformation und Angst geschürt werden. Wir stellen uns klar gegen jede Rolle rückwärts in Sachen Ökologie und Klimaschutz – im Stadtgebiet, im Landkreis, in Sachsen und im Bund.
Aufruf:
Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich einzubringen und gemeinsam für eine ehrliche, faktenbasierte Diskussion einzutreten. Nur so sichern wir eine nachhaltige und gerechte Energiezukunft für alle und verhindern ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft.
Für die Grünen in Naunhof
Jens Redmann/Stadtrat B90/Die Grünen
Rückenwind für die Energiewende in Naunhof
Das Thema Windkraft bleibt aktuell und beschäftigt uns weiter. Am 03.09.2025 fand in der Naunhofer „Parthelandhalle“ eine von der LVZ organisierte Veranstaltung statt – mit hochkompetenten Gästen, die alle Fragen, auch kritische und provokante, klar und faktenbasiert beantworteten. Mythen und Märchen der „BI Gegenwind“ wurden sachlich entkräftet, falsche Behauptungen zur Energieerzeugung, zu Subventionen und Preisen richtiggestellt.
Besonders erfreulich: Eine Mehrheit der Besucher stimmte klar für den Ausbau erneuerbarer Energien aus. Selbst der Wortführer der Brandiser „Gegenschwindler“ auf dem Podium signalisierte zum Schluss fast Gesprächsbereitschaft zur Beteiligung an einer Energiegenossenschaft. Für das blaubraune Führungspersonal um Jörg Dornau war das offenbar zu viel – er und sein Aktentaschenträger verließen die Veranstaltung vorzeitig.
Leider gibt es trotzdem Akteure, die entgegen, aller Fakten in trauter Einigkeit mit der AfD, unsinnige Anträge gegen die Energiewende einbringen, wie der ehemalige Bürgermeister, Kreis-und jetzt auch Stadtrat und langjähriges Verbandsmitglied im Regionalen Planungsverband, Uwe Herrmann: Diese Politik blockiert nicht nur den dringend nötigen Ausbau der Windkraft, sondern schadet unserem Kreis ganz erheblich. Wirtschaftsminister Panter betonte in der Veranstaltung klar: Wer den Ausbau der Erneuerbaren verhindert, gefährdet Industrieansiedlungen und Arbeitsplätze in Leipzig Land und ganz Sachsen.
Wir sagen klar: Das lassen wir nicht zu. Wir erwarten auch von Landrat Henry Graichen, mit einem Widerspruch, sich deutlich gegen diese Blockadehaltung zu stellen. Die Zukunft auch unseres Kreises liegt in einer klimafreundlichen, sicheren Energieversorgung.
Aufruf
Am 20.09. findet die nächste Klima-Demo statt. Setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für Klimaschutz, für regenerative Energien und für eine zukunftsfähige Region. Für Naunhof.
Jens Redmann für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Naunhof