Naunhof Mit Rückenwind geht’s leichter und schneller. Warum mich Gegenwind nervt Der Name „Gegenwind“ mag den Eindruck erwecken, dass die „Bürgerinitiative und deren Bürgerbegehren gegen den Ausbau der Windkraft“ für eine gute Sache kämpfen? Doch bei genauerem Hinsehen wird klar: Die BI und das Bürgerbegehren sind „gegen Wind“, bekämpfen nicht nur eine Technologie, sondern auch den Fortschritt selbst. Mit unzähligen Halbwahrheiten, verzerrten Fakten und ganz viel „Internet-Expertenwissen“ wird eine notwendige und zudem deutschland- und weltweit erfolgreiche Entwicklung beschimpft – wird ein abstruser Kampf gegen Windmühlen angezettelt, der auf Dauer nur dem Stillstand dient und die Stadtgesellschaft spaltet. Inmitten der drängenden Herausforderungen durch den Klimawandel und die Energiekrise ist der Ausbau der Windkraft eine der dringendsten Lösungen. Doch statt konstruktiver Diskussion und einer Lösung des Problems schürt „Gegenwind“ Ängste und verbreitet weiter auch längst aufgeklärte und widerlegte Fehlinformationen. Dabei ist der wissenschaftliche Konsens klar: Windkraft ist schon heute eine der Säulen, auf denen unsere jetzige und zukünftige, nachhaltige Energieversorgung fußt und nicht auf einer der größten Dreckschleudern Europas, dem BKW Lippendorf (LVZ, 05.04.2019) oder auf AfD-Hirngespinsten um neue AKW. AKW, die selbst die Industrie ablehnt (DIW Wochenbericht 10 / 2023, S. 111-121)! Man kann hierzu seine eigene Meinung haben – aber eben bitte nicht seine eigenen Fakten und schon gar nicht die „alternativen Wahrheiten“ aus dem Netz, aus FB oder dem „AfD-Bürgerforum“! Die Vorteile von Windkraftanlagen gehen über die reine und z. Z. auch preiswerteste Form der Energieerzeugung hinaus. Besonders für Kommunen bieten Windkraftprojekte zahlreiche Chancen: Nicht nur durch die neue sächsische Energievergütungsbeteiligung, das Erneuerbare-Energien-Ertragsbeteiligungsgesetz (EEErtrBetG), das den Gemeinden direkte finanzielle Vorteile und – dringend notwendige Einnahmen verschafft. Diese Einnahmen sind für die kommunalen Pflichtaufgaben (Schulen, Kitas, Straßen) als auch und ganz besonders für die freiwilligen Leistungen (Bibliothek, Vereinsunterstützung, Waldbad!!) unabdingbar und unverzichtbar. Rückenwind ist es deshalb, den wir brauchen – für eine starkes, zukunftsfähiges Naunhof, mit einer funktionierenden Infrastruktur, mit guten Schulen und einer neuen Turnhalle für den Schulsport – eine Stadt mit allen Ortsteilen – mit einer sicheren und nachhaltigen Zukunft für unsere Kinder und Enkel. Jens Redmann, Naunhof, StR. B90/GRÜNE Kontakt:naunhof@gruene-landkreis-leipzig.de