KV-Steckbrief

Der Landkreis Leipzig grenzt östlich bis südwestlich an die Stadt Leipzig und ist reich an Geschichte, Kultur und Natur. Er präsentiert sich in vielfältigen landschaftlichen Facetten. Das malerische Muldental mit seinen bewaldeten Hängen und dem mäandernden Flusslauf bildet ein wichtiges Naherholungsgebiet. Die weiten Heiden an den Grenzen zu Nordsachsen bieten charakteristische Offenlandschaften, während der Südraum mit der durch den Braunkohlebergbau entstandenen Seenlandschaft einen einzigartigen Transformationsprozess durchlebt. Das Kohrener Land im Südosten des Kreises lockt mit seiner hügeligen Topografie und traditionellen ländlichen Strukturen.

Grüne im Landkreis

Unser Kreisverband hat aktuell knapp 170 Mitglieder, davon 50 Neumitglieder seit November 2024. Regionale Schwerpunkte sind Markkleeberg, Markranstädt und Naunhof. Wir sind engagierte Menschen, die sich für eine lebenswerte Umwelt, für eine offene, demokratische Gesellschaft und soziale Gleichheit einsetzen – auch dort, wo es nur ein Grünes Mitglied in der Stadt gibt.

Nach der Kommunalwahl 2024 sind wir Grüne in 9 der 30 Städte und Gemeinden des Landkreises mit Stadt- bzw. Gemeinderät*innen vertreten (+zwei Städte mit grün unterstützten Listen). Im Kreistag konnten wir mit 4 Rät*innen den Fraktionsstatus leider nicht halten.

Eine Region in Transformation

Die aus dem Braunkohletagebau entstandenen Seen des Leipziger Neuseenlandes sind touristisch attraktiv, bringen aber auch erhebliche Herausforderungen mit sich. Das Wassermanagement gestaltet sich schwierig, da der Wasserhaushalt durch den Bergbau komplett aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Eisenausfällungen erinnern immer wieder an die bergbauliche Vergangenheit – Langzeitfolgen, die die Region noch Generationen begleiten werden.

Die Energiewende im Landkreis zeigt ein großes Konfliktpotenzial. Während das Kohlekraftwerk Lippendorf (eine der TOP 10 CO2-Schleudern in Europa) bis spätestens 2038 vom Netz gehen soll und der Ausbau erneuerbarer Energien dringend notwendig ist, formiert sich erheblicher Widerstand gegen Windkraftprojekte. Bürgerinitiativen in vielen Gemeinden wehren sich gegen die geplanten Anlagen, und im Kreistag wurde auf Initiative der AfD ein rechtlich strittiges Moratorium beschlossen – auch mit Unterstützung der CDU-Fraktion. Die demokratische Zivilgesellschaft ist hier zunehmend unter Druck.